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Peter Pan auf der Autobahn
Author: Henrik Braune -  01.08.2010
Sa, 31. Juli 2010 16:00 Uhr
SSV Marina Wendtorf
SSV Marina Wendtorf
2:1
TSV Hessenstein
TSV Hessenstein

Marina:
1 Pörschke - 2 Kohlmorgen, 7 Braune, 3 Waldaukat (Trieloff) - 4 Kruzel (Harms), 4 Cowboy, 5 Langhoff (C), 6 Hansen - 10 Lüders - 9 Korf (Schulz), 11 Bobsien

Tore:
1:0 Korf, 2:0 Bobsien, 2:1 Ahrend

Was sicher sein dürfte: Dem Preetzer TSV wackeln sicher schon beide Knie! Zu gut ist dem kommenden Gegner im Kreispokal noch in Erinnerung, wie knapp das letztjährige Aufeinandertreffen im Pokal für die Preetzer gegen die Marina ausging. Mit einem glatten 7:1 verabschiedete man sich damals von der Küste und hinterließ Marinesen, denen deutlich die spielerischen Grenzen aufgezeigt wurden. Die sensationelle Frühform (5:1 gegen die abermals aufgerüstete SG aus Ascheberg-Kalübbe) verheißt da nichts Gutes. Und dennoch besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass sich die Marina zumindest defensiv gefestigter präsentiert als vor Jahresfrist. Das Viertelfinale im Pokal ist bereits jetzt als großer Erfolg einzuordnen - insofern ist der PTSV nun fast schon ein dankbarer Gegner, gegen den nichts zu verlieren ist. Das Spiel am kommenden Wochenende findet übrigens nicht in Preetz, sondern in Guiseppe Marina statt (wie der Webseite des Kreisfussballverbands zu entnehmen ist) - ein fast schon mythischer Ort, an dem sich Gegentore zuletzt rar gemacht hatten... Bis zum letzten Samstag, an dem ein 2:1 gegen den SV Hessenstein errungen wurde.

Der SSV musste weiterhin auf  einige Akteure verzichten, bot aber dennoch eine starke Formtion auf, in vor allem Peter Kruzel einen Spezialauftrag von Trainer Holst erhielt. Die A1 von Guiseppe Marina war dann aber wohl doch ungeeignet für das empfindliche Getriebe von Krüzel, der bereits nach 30 Minuten ausschied. Die Gäste, gegen die innerhalb der letzten vier Jahre kein Sieg gelang, traten zunächst zurückhaltend auf und ließen sich tief in die eigene Hälfte drängen. Die Marina startete stark und ging offensiv mit dem nötigen Druck zu Werke, der sich folgerichtig in zwei Toren bis zur 25. Minute entlud. Zunächst bereitete Lüders sensationell vor, das 2:0 erzielte Bobsien nach mehreren geglückten Kombinationen. Ein unberechtigter Freistoss wies dem Gast den Weg zurück ins Spiel: Ahrend verwandelte direkt und stoppte mit dem 2:1 prompt den guten Spielfluss der Marinesen, die un unsicherer wurden und den Gegner mehr Spielanteile überließen.

Nach der Pause verflachte das Spiel zunehmend und wurde weitestgehend unansehnlich. Lediglich die Spannung eines KO-Spiels verlieh dem Spiel eine interessante Note. Weder die Marina noch Hessenstein kamen letztlich zu eindeutigen Gelegenheiten (wobei Hessenstein vergleichsweise mehr Druck entwickelte), so dass der Halbzeitstand bis zum Ende Bestand haben sollte. Wir freuen uns nun auf den PTSV, der - und das ist der einzige Wermutstropfen am Heimvorteil - eine echte Gefahr für die Heimbilanz darstellt. 

 
Silencium: In aller Stille nach Berlin
Author: Henrik Braune -  25.07.2010
dfb_pokal

Der Traum lebt: Wer Stein hinter sich lässt, für den ist Berlin nicht weit...

Barca gegen Real, Inter gegen Milan, ManU gegen Chelsea, Marina gegen Stein - allesamt große Klassiker des modernen Fußballs mit dem einen Unterschied, dass die letztgenannte Begegnung nun bereits eine erdrückende Ewigkeit auf sich warten ließ. Doch anno 2010 wollten es das Schicksal und die Losfee so, dass die Ortsnachbarn (Luftlinie 300m) in der ersten Runde des Kreispokals (der kleinere Bruder vom kleineren Bruder des DFB Pokals) aufeinandertrafen. Bei bestem Fußballwetter, Wurst und Bier (Pilz!) und einem Zuschauerinteresse, das die ruhmreiche Guiseppe Marina Arena in der jüngeren Geschichte selten erlebt haben dürfte, traten sich 22 Sportsfreunde gegenüber, von denen die Mehrzahl dem "Derby" wohl nur wenig abgewinnen konnte (Stichwort "Legionärisierung" des Amateurfussballs). Zumindest einer (Frank F. aus W.) dürfte sich den 24. Juli 2010 jedoch dick im Kalender unterstrichen haben. Denn es ging nicht der Kreisligist TSV Stein als Sieger vom Platz, sondern der A-Klassen-Vertreter SSV Marina Wendtorf, der damit in die zweite Runde gegen den TSV Hessenstein einzieht (Guiseppe Marina, Sonnabend, den 31. Juli).

Sa, 24. Juli 2010 16:00 Uhr
SSV Marina Wendtorf
SSV Marina Wendtorf
1:0
TSV Stein
TSV Stein

Marina:
1 Pörschke - 2 Kohlmorgen, 7 Braune, 3 Harms (Müller) - 4 Malte, 8 Waldaukat, 5 Langhoff (C) (Kruzel), 6 Hansen - 10 Lüders - 9 Korf, 11 Bobsien (Schulz)

Tore:
1:0 Bobsien

Der TSV Stein bot in der Startformation im Pokalfight Spieler aus der Reserve auf - schon im Vorfeld mehrten sich die Gerüchte, der Nachbar von der Küste ginge personell aktuell "auf dem Zahnfleisch". Auch die Marina plagten Personalsorgen (Becker wurde geschont, Miropolski, Bhatti, Barth, Assmann, Krumpt und Neuzugang "Cowboy" fehlten - dennoch präsentierte sich eine geschlossene Elf mit dem nötigen Ehrgeiz und teilweise auch aufblitzender spielerischer Klasse. Nachdem der TSV zu Beginn mehr Spielanteile hatte, dominierte die Marina besondern vor der Pause die Parte und kam in dieser Phase nach mehreren guten Gelegenheiten zum verdienten 1:0 durch Bobsien, dessen Jubel eine Hommage an Bebeto war. Nach der Halbzeit konnte die Marina dieses spielerische Übergewicht nicht beibehalten und zog sich offensichtlich in die Rolle des Reakteurs zurück, was den Steinern mehrere gefährliche Optionen bot (besonders kurz vor Schluss fand ein Kopfball fast den Weg ins Tor des wieder einmal sehr sicheren Pörschke). Im Gegenzug gelang es der Marina nicht, die gut ausgespielten Konter (vor allem über die an diesem Tag sehr überzeugenden Aussen Hansen und Malte) und klarsten Gelegenheiten zu vollenden. So endete ein mittelmäßiges Spiel mit dem Gefühl, das Spiel nie aus der Hand gegeben zu haben, aber dennoch nicht in dem Maße spielerisch überzeugt zu haben, wie es durchaus möglich gewesen wäre. Dennoch wurde ein Kreisligist bezwungen, was eher mehr als weniger Selbstvertrauen erzeugt haben dürfte.

 
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