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Mit Willen und Langhoff zum Auswärtssieg
Author: Henrik Braune -  05.04.2011

In einer Partie auf niedrigem Niveau gelingt dem SSV Marina Wendtorf beim Verfolger Raisdorfer FC 06 ein wichtiger Auswärtserfolg. Das 1:0 auf dem Klinkenberg war das Ergebnis einer starken Defensive, gepaart mit dem Quentchen Glück, das es in Spielen auf des Messers´ Schneide braucht.

Sa, 02. April 2011 15:30 Uhr
Raisdorfer FC 06
Raisdorfer FC 06

0:1

SSV Marina Wendtorf
SSV Marina Wendtorf

Marina:
1 Pörschke - 2 Möller, 7 Braune, 3 Hansen - 8 Koch, 6 Timo Trieloff, 5 Hamann (C), 8 Christoph (Kohlmorgen) - 11 Langhoff - 10 Lüders, 11 Korf (Petersen)

Tore:
0:1 Langhoff (38.)

Die Ausgangslage war bedrohlich: Der RFC hat bislang drei Spiele weniger als die Marina absolviert und wäre bei voller Punktzahl aus den Nachholspielen am SSV vorbeigezogen. Nach dem Nackenschlag vom Dienstag gegen Hessenstein wartete also direkt der nächste Brocken mit dem bis dato daheim ungeschlagenen Raisdorfer FC 06.

Die Partie hielt dann qualitativ nicht, was sie versprach. Sowohl der RFC als auch die Marina ließen spielerische Klasse vermissen, interessant war die Begegnung lediglich aufgrund der Tabellenkonstellation als auch durch den fairen Einsatz beider Mannschaften. Die Anfangsphase entschied der RFC klar für sich, mehrere Ecken innerhalb der ersten Minuten waren ein klares Zeugnis dieser Überlegenheit, die in jener Szene gipfelte, als Maerker allein auf Pörschke zustürmte und nur in letzter Sekunde von einem Marinesen gestoppt werden konnte. In der Folge befreite sich die Marina etwas um kam etwas überraschend kurz vor der Halbzeit zum nicht ganz verdienten 1:0 durch Langhoff, der nach tollem Pass von Koch einschob.

Die Marina kam insgesamt besser aus der Pause und bestimmte fortan das Spiel, wenngleich die Offensivabteilung insgesamt zu wenig entschlossen agierte. Ein weiteres Tor wollte nicht falen, teils fehlte das Glück, in der Überzahl wurden die Chancen aber zu hastig ausgespielt. So führte diese mangelnde Konsequenz den RFC wieder ans Spiel heran - der Gastgeber witterte seine Chance. Kurz vor Schluss dann die Schrecksekunde, als nur noch der Pfosten rettete.

Die Marina entführt drei immens wichtige Punkte und ist nu gespannt, wie sich die Tabelle nach dem Nachholspieltag am morgigen Mittwoch und dem für den SSV spielfreien nächsten Wochenende darstellt.

 
Vom Berg bezwungen
Author: Henrik Braune -  01.04.2011

Der SSV Marina verliert beim fünftletzten TSV Hessenetein mit 0:4. Nein, das ist kein Aprilscherz, sondern bittere Wahrheit. Im Nachholspiel der skandalös abgesagten Partie von vor vier Wochen unterschätzte die Marina die Begebenheiten des Hessensteiner "Bergs", auf die sich die Gastgeber perfekt eingestimmt hatten.

20110401_hessenstein_marina

Petersen vergibt die Chance zum Ausgleich. (Foto: tsv-hessenstein.de)

Di, 29. März 2011 19:00 Uhr
TSV Hessenstein
TSV Hessenstein
4:0
SSV Marina Wendtorf
SSV Marina Wendtorf

Marina:
1 Pörschke - 3 Kohlmorgen (Hansen), 7 Braune (Koch), 2 Fuchs - 8 Schreiner (Becker), 6 Möller, 5 Hamann (C), 10 Christoph (Korf) - 11 Langhoff - 9 Tim Trieloff, 11 Petersen

Tore:
-

"Unterschätzt diese Mannschaft nicht!" Die Warnung von Co-Kapitän Hamann, der eine zu sichere Gewisstheit  vor der Begegnung ausmachte, erreichte die Marinesen offenbar nicht. Der Ansatz, auch beim TSV Hessenstein das eigene Spiel durchzusetzen, scheiterte grandios. Indem man sich nicht den Gegebenheiten des kleinsten Platzes im Kreis Plön stellte, sondern stur ein auf Flachpässen beruhendes Spiel forcierte, spielte man dem Gastgeber direkt in die Karten. Der TSV war bis zur Grenze des Erlaubten (und teilweise darüber hinaus) aggressiv eingestellt, stand mit 8 Spielern vor dem eigenen Tor und spielte ausschließlich lange Bälle. Die wiederum erreichten immer öfter die beiden superagilen Stürmer Hessensteins, die durch unermüdliches Pressing die Abwehr der Marina in Bedrängnis brachten. Dass durch eine Kette von individuellen Fehlern verursachte 0:1 nach zehn Minuten ermöglichte Hessenstein, die ausgegebene Taktik auf die Spitze zu treiben. 

Die Marina kam in Hälfte eins noch zu einer Reihe von Chancen, die jeweils vom überzeugend spielenden Torhüter Heiber vereitelt wurden. Auf der anderen Seite hatte man Glück, dass beim 0:2 auf Abseits entschieden wurde. Trainer Holst reagierte in der Halbzeit drastisch und brachte gleich vier neue Spieler, die das Spiel allerdings nicht mehr wenden konnten. Viel Hoffnung beruhte auch auf Kapitän Becker, der bei seinem Comeback nach nur zehn Minuten erneut verletzt ausschied. Das Offensivspiel der Marina verendete spätestens im 16er des TSV, wo die Stürmer Petersen und Korf eng und mit aller Vehemenz gedeckt wurde. In der Defensive gind es dagegen fast kurios und an der Grenze zur Selbstaufgabe zu: Alle drei weiteren Tore wäre bei normaler Formkurve zu verhindern gewesen. Hamann kassierte nochd en gelb-roten Karton, in der Folge wurde versucht, aus der Blamage keine Niederlage epischen Ausmaßes werden zu lassen. Zumindest das gelang noch.

Die bittere Lehre des Spiels muss sein: Noch ist nichts gewonnen, eine gute Ausgangslage sichert keine Punkte ("klingeling").

 

 Weitere Fotos zum Spiel gibt es hier .

 
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