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Müsste man ein typisches Spiel der Marina aus Wendtorf in dieser Kreisliga-Saison charakterisieren, käme man zwangsläufig auf folgenden Verlauf: Eine Führung wurde erzielt und unnötig aus der Hand gegeben, bis gestern so geschehen bereits in 4 von 6 Ligaspielen.
Da in Wendtorf auf Verlässlichkeit großer Wert gelegt wird, wurden auch im gestrigen Spiel gegen die zweite Vertretung des Preetzer TSV Fans sogenannter "Handicap-Wetten" nicht enttäuscht. Doch der Reihe nach...
Die Marina zog sich in der ersten Halbzeit tief in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Da diese Taktik zwar defensiv aufging, offensiv jedoch keine Wirkung entfaltete, musste eine Standardsituation zur Führung der Gastgeber herhalten. Langhoff brachte einen Eckball präzise auf den Kopf von Lüders in den gegnerischen Strafraum - der Außenseiter führte 1:0. Mit diesem Resultat ging es in die Pause.
Nach der Halbzeitpause gab es zunächst eine Überraschung. Ein Preetzer Spieler hatte sich im Verlauf der ersten Halbzeit bereits ausgiebig in der hohen Kunst des Trash-Talks geübt, sein Meisterwerk jedoch offensichtlich bei der falschen Person abgeliefert: dem Unparteiischen. Die Folge war eine Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung.
So ging der Aufsteiger aus Wendtorf in Überzahl ins Spiel zurück und konnte die numerische Überlegenheit bald in ein weiteres Tor ummünzen. Kapitän Becker eroberte den Ball am eigenen Strafraum, spielte Lüders im Mittelkreis an, der unverzüglich Korf auf die Reise schickte. Dieser ließ dem Torwart keine Abwehrchance, eine große Überraschung schien sich anzubahnen.
Wie so oft in dieser Saison begann bei der Marina nun ohne jeglichen ersichtlichen Grund das große Zittern. Preetz drückte die Gastgeber in Unterzahl in deren Hälfte, woraus zahllose Standardsituationen entstanden. So fielen dann auch die beiden Tore zum Ausgleich, das erste nach einer Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft der Marinesen im Anschluss an eine Ecke, das zweite nach einem Freistoß aus dem Halbfeld. Dieser Treffer hätte jedoch nicht zählen dürfen, da der Preetzer Torschütze seinen Gegenspieler vor dem Kopfballtreffer an der Strafraumgrenze einfach umriss.
In der Schlussphase kam es dann, wie es kommen musste. Nachdem Waldaukat wegen zwei überflüssiger Gelber Karten vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, drang ein Preetzer Stürmer in den Strafraum ein und kam im Laufduell mit Becker zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und der Schütze der Gäste versenkte sicher zum 2:3-Endstand. Kurz darauf war Schluss und die Wendtorfer standen wieder mit leeren Händen da.
Die Chance zur Rehabilitierung bietet sich bereits am Dienstag in Dobersdorf. Als Fan der Marina mag man nur hoffen, dass die eigene Mannschaft nicht wieder in Führung geht...
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