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So, 16. Mai 2010 16:00 Uhr
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SSV Marina Wendtorf
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15:0
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TSV Stein 2
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Marina: 1 Pörschke - 2 Bhatti (Kruzel), 7 Braune, 3 Waldaukat - 11 Horstmann (Schreiner), 5 Becker (C), 8 Bobsien, 4 Hansen - 10 Langhoff - 9 Schulz, 13 Marr |
Tore: 4xBecker, 5xSchulz, 3xMarr, Bobsien, Schreiner, Waldaukat (FE) |
Dies vorweg: Nein, das Spiel wurde nicht verschoben. Nicht vom Schiedsrichter und schon gar nicht im fernen Berliner Café King, in dem sich am Samstag - so wollte es der Zufall - der große Till Lüders aufhielt (aber nicht mit den Brüdern Ante und Milan die Zukunft voraussagte). Nein - diese 15 Tore fielen regulär. Und wer wissen möchte, ob die Guiseppe Marina Arena im Herrenbereich schon einmal einen höheren Heimsieg verzeichnete, der muss die Archive durchkämmen. Denn: Mögliche Zeitzeugen befinden sich nicht mehr unter uns. Dass der Kantersieg ausgerechnet im kleinen Derby gegen die Reserve aus Stein gelang, macht den historischen Erfolg nicht weniger charmant.
Wie es dazu kommen konnte, dass die wohl gesicherten Steiner in Wendtorf so unter die Räder kamen? Eine einfach schlechte Leistung allein kann kein Grund für ein 0:15 sein. Die Gäste zeigten sich seltsam lethargisch und bestätigten damit den Eindruck des Nachholspiels gegen den RTSV2, das Coach Holst unter der Woche beobachtete. So zynisch es klingen mag: Spielerisch zeigten die Gäste nicht unbedingt eine unterirdische Leistung (vor allem 10er Mirco Eiser stach deutlich heraus), defensiv aber boten sich für die Marina ungeahnte Freiheiten, die bereits zur Pause eine 8:0-Führung ermöglichten. Nach der Halbzeit gesellten sich zum 0:10 eine gelb-rote sowie zu guter letzt eine glatt rote Karte für den Gästekeeper, dessen Einstand zwischen den Pfosten in eigener denkwürdiger Erinnerung bleiben dürfte. Dennoch gebührt den Gästen aus dem Nachbarort aller Respekt - das Spiel wurde durchgehend fir geführt.
Die Marina, der wieder einmal eine vollständige Mannschaft fehlte (Miropolski, Lüders, Kohlmorgen, Glapa, Korf, Krumpt, Harms, Müller, Barth, Utz, Assmann), spielte von der ersten Minute aus einer sicheren Abwehr heraus und überzeugte spielerisch (was an diesem Tag nicht schwer fiel). So erhöhte Becker seine Bilanz auf 21 Treffer, Schulz traf zum neunten Mal im siebten Spiel und Oldie Rolf "Quattro" Marr´s Trefferquotient hat nun ebenfalls eine eins vor dem Komma. Schreiner, Waldaukat und Bobsien (mit sehenswertem Hackentrick-Treffer) rundeten das Ergebnis auf 15 Tore auf.
Die drei Musketiere: Marr, Schulz und Becker trafen zwölf Mal!
Die Marina kann durch das Unentschieden von Kühren in Kirchbarkau noch einmal für kurze Zeit den dritten Platz genießen, bevor die Auswärtsspiele in Raisdorf und Plön eine Saison abschließen, die trotz der besten Bilanz seit etlichen Jahren dennoch auf dem undankbaren vierten Platz enden wird.
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