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Der Traum stirbt in Schönheit
Author: Till Lüder -  04.05.2010
Sa, 01. Mai 2010 15:30 Uhr
SG Kühren
SG Kühren
3:1
SSV Marina Wendtorf
SSV Marina Wendtorf

Marina:
1 Pörschke - 2 Kohlmorgen (Hansen), 7 Braune, 3 Waldaukat - 6 Barth (Schreiner, Glapa), 5 Becker (C), 8 Langhoff, 4 Müller - 10 Lüders - 9 Schulz (Bobsien), 11 Miropolski

Tore:
1:0 Voss, 2:0 Voss, 2:1 Braune, 3:1 

Reiste die Marina aus Wendtorf am Samstag noch mit einer leisen Aufstiegshoffnung im Hinterkopf zum Topspiel nach Kühren, so gab es bei der SG ein böses Erwachen. Vor dem Anpfiff waren beide Mannschaften jeweils ein halbes Jahr ungeschlagen, für die Gäste sollte sich dieser Nimbus nach dem Schlusspfiff erledigt haben.

Zum Spiel: Beide Teams gingen nicht frei von Druck in dieses Spiel, die Marinesen noch mit geringen Ambitionen auf Platz drei, die SG vor (und auch nach) dem Spiel punktgleich mit dem Zweiten aus Kaköhl. Sofort waren die unterschiedlichen Spielphilosophien zu erkennen: während die Gäste das von Trainer Holst favorisierte Kurzpassspiel praktizierten, hatte dessen Kührener Pendant offenbar lange Bälle in die Spitze und in mehreren Situationen Flügelspiel über die starken Außen verordnet. So war das "Eins-Zwo" vom Wendtorfer Strand durchaus ansehnlich zu betrachten, die Tore erzielten die Gastgaber. Nachdem Libero Braune kurz hinter der Mittellinie im Anschluss an eine Ecke den Ball verlor, ging es blitzschnell. Ein Steilpass in die Spitze und schon klingelte es im Kasten des chancenlosen SSV-Keepers Pörschke.

Der SSV behielt jedoch die Ruhe und antwortete mit Ballstaffetten, die in 100%igen Chancen von Lüders, Langhoff und Hansen mündeten, jedoch eines Spitzenteams eher unwürdig vergeben wurden. Es kam, was kommen musste: eine schöne Flanke des allerdings auch sträflich freistehenden Kührener Spielers aus dem rechten Halbfeld, sprengte die marinesische Deckung und das Versenken des Kopfballs aus gut sieben Metern war nur noch Formsache. Mit dem 2:0 ging es dann auch in die Halbzeit.

 

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Kühren sichert im Mittelfeld das Übergewicht, Lüders und Becker reiben sich auf!

 

SSV-Coach Holst reagierte und versuchte, dem Team mit frischen Kräften von der Bank neuen Schub zu verleihen - vergeblich. Die Gäste schnürten die SG zwar in der zweiten Halbzeit förmlich ein. Sie rannten allerding einigermaßen kopflos gegen die sicher stehende Heim-Abwehr an, sodass der knapp am Gebälk vorbeisegelnde Fernschuss von Müller schon als Highlight der Offensivbemühungen durchging. Nichtsdestotrotz gelang es Libero Braune, seinen Schnitzer aus der ersten Halbzeit wieder auszumerzen, als er aus dem Gewühl heraus kurz vor Schluss seine Farben in die Nähe eines Auswärtspunktes brachte. Dass hierbei möglicherartundweise ein Handspiel vorgelegen haben könnte, soll an dieser Stelle nicht bestritten werden... Nachdem Lüders per Kopf doch noch für den hoch verdienten Ausgleich hätte sorgen können, ging auf der Gegenseite quasi mit dem Schlusspfiff wieder die Post ab. Ein schön herausgespielter Konter sorgte für den 3:1-Endstand.

Hatten vor dem Spiel auch nur noch die kühnsten Optimisten an ein Wendtorfer Aufstiegswunder geglaubt, ist der Kreisliga-Zug zumindest für den SSV seit diesem Wochenende abgefahren. Die SG aus Kühren hingegen darf weiter träumen, auch wenn der dritte Platz, den sie mittlerweile sicher haben, noch nicht mit letzter Gewissheit den Aufstieg verspricht. Entscheidend wird hierbei vermutlich die Partie gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Kirchbarkau sein, die sowohl für die Kührener als auch für den SC Kaköhl noch ansteht.

 
2te: ...Schweigen ist Gold
Author: Tim Röhlk -  02.05.2010

Ein Rückblick auf die vergangenen zwei Spiele zeigte einmal mehr, dass zuviel Unruhe auf dem Platz schnell Punkte kosten kann. Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Hessenstein brachte dies unter anderem dem Gast die Möglichkeit 3 Punkte aus Wendtorf mitzunehmen. Das Spiel begann zunächst nicht ganz so schlecht und man knüpfte an die kämpferisch überzeugende Leistung in Schönberg an. Allerdings musste man schon wieder einen Rückstand hinnehmen, der allerdings wieder durch eine starke Standardsituation repariert werden konnte. Nach einer Ecke landete der Ball über Umwegen an den langen Pfosten und cih hatte keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen, auch wenn ein Hessensteiner auf der Linie noch mithalf. Das restliche Spiel lässt sich eigentlich schnell erzählen. Der Gast spielte nicht überragend, doch verloren wir immer wieder zu schnell die Bälle und konnten selbst kaum Torchancen erarbeiten. Dieser Unmut führte zu immer lauteren Unmutsbekundugen auf dem Platz, wodurch wir lansgam aber sicher komplett den Pfaden verloren. Nach dem erneuten Rückstand war kein Aufbäumen kaum noch möglich und man musste mit einer sicherlich vermeidbaren, aber nicht unverdienten Heimniederlage das Spiel beenden.

Am Samstag gabs dann die Chance zu Wiedergutmachung beim Auswärtspiel derReserve vom Raisdorfer FC 06. Leider began das Spiel mit einem Schock: Schon nach 10 Minuten verletzte sich der Raisdorder Spieler Frank Duffner bei einem unglücklichen Zusammenprall so schwer, dass erzusammenbrach und kurzzeitig bewusstlos blieb. Das Spiel wurde unterbrochen und der Spieler schnellstmöglich mit dem Krankenwagen ins Uni-Klinikum gebracht.  Zum Glück handelt es sich wohl "nur" um eine schwere Gehirnerschütterung. Von dieser Stelle auch ncohmals gute Besserung im Namen der Marina. Nach 30 Minuten konnte das Spiel also wieder fortgesetzt werden und sofort übernahmen wir die Initiative. Die Abwehr der Raisdorfer wurde ein ums andere Mal gehörig unter Druck gesetzt und wir erspielten uns immer wieder große Chancen. Als schon fast keiner mehr damit rechnete war es Gregor, der mit einem Traumtor die hochverdinte Führung erzielte. Einen Eckball nahm er gekonnt an, stellte sich waagerecht in die Luft und donnerte das Leder in den Winkel. 1:0 nach 45 Minuten. Warum aber trotz einer Führung durch ein Traumtor, einem großen Übergewicht an Großchancen (incl. 3-4 100%iger) und der Tatsache, dass wir das Spiel und den Gegner jederzeit im Griff hatten, alles schlecht gerdet, sich angemotzt und gemeckert wird, belibt ein Rätsel. Diese Unbeherschtheiten waren es dann auch, die den Gegner nochmals ins Spiel zurückbrachten. Nachdem weitere gute Möglichkeiten teilweise fahrlässig liegen gelassen wurden, mussten wir mit einer Unterzahlsituation zurechtkommen. Der bereits verwarnte Krister bekam nach einem Foul einen Freistoß zugesprochen und flog dann trotzdme noch wegen Meckerns vom Platz. Der notwendige Torwartwechsel aufgrund Folkes knappen Zeitplan, musste nun umdisponiert werden, so dass "Head-Coach" Robert sein Pflichtspieldebüt im Tor "feiern" musste. Mit 10 Mann stemmten wir uns nun gegen die Angriffe der Gastgeber, die trotz guter Überzahlsituationen keine einzige gefährliche Torchance mehr erspielen konnten. Auf der anderen Seite hatten wir noch einige Mal die Möglichkeut das Spiel zu entscheiden. So ging es zwar mit einem knappen, aber mehr als hochverdienten 1:0 Erfolg unter die Dusche. Im kommenden Heimspiel gegen Giekau muss allerdings noch eine Schippe in Sachen Disziplin und Abschluß draufgelegt werden, will man auch dieser 3 Punkte in Wendtorf behalten.

 
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