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Sa, 7. Nov 2009 14:30 Uhr
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Raisdorfer FC 06
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2:1
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SSV Marina Wendtorf
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Marina: 1 Pörschke - 2 Braune, 4 Busch, 3 Müller - 7 Schmidt-Luckardt (13 Glapa), 6 Bhatti, 8 Hansen, 11 Krumpt - 5 Becker (C) - 10 Lüders, 9 Korf (12 Waldaukat) |
Tore: 1:0 Maerker, 2:0 Maerker, 2:1 Braune
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Auf die Marina ist Verlass, daheim wie in der Fremde. Nach dem 3:0 gegen den Favoriten Kühren ergab sich am gestrigen Samstag beim Aufsteiger Raisdorfer FC 06 die Möglichkeit, endlich, endlich auch auswärts wichtige Punkte zu gewinnen. Und davon gab es nicht wenige zu holen: An der Zahl sechs hätten es sein können und müssen, doch letztlich musste die Marina wieder einmal mit null Punkten die Heimreise antreten - und das, obwohl alles für die Marina sprach:
Zum ersten Mal in dieser Saison konnte Trainer Holst die fast exakt gleiche Mannschaft aufstellen, nur Miropolski fehlte und wurde positionsidentisch durch Hansen ersetzt. Becker spielte erneut im offensiven Mittelfeld und damit hinter Lüders, der wieder als Stürmer eingesetzt wurde. Dass dieses Experiment kaum von Dauer sein wird, offenbarte sich auf eklatante Weise durch die fehlende Bindung der Stürmer zum Mittelfeld, aus dem heraus Lüders ansonsten wichtige Vertikalpässe spielt.So kam es, dass die Marina einen hohen Ballbesitz aufwies, sicher kombinierte - und letztlich doch nicht zu echten Torchancen kam. In Hälfte eins war dann der zufällig entstandene Kopfball von Korf noch die gefährlichste Aktion. Mehr zeigten auh die Gastgeber nicht, die sich in den ersten 45 Minuten nicht eine echte Chance erarbeiteten - und doch das 1:0 erzielten: Ein Aussetzer von Müller als letzter Mann ermöglichte dieses Kuriosum.
Nach der Pause zeigte sich in etwa das gleiche Bild: Eine Marina, die zwar weniger kombinierte und mehr mit langen Bällen operierte, aber dennoch stets das Spiel in Abwehr und Mittelfeld kontrollierte. Wenn Raisdorf angriff, dann über Konter. So kam es, dass die zweite echte Raisdorfer Chance auch prompt zum 2:0 führte, wiederum ermöglicht durch ein schwaches Abwehrverhalten der Marinesen. Marina setzte in der Folge voll auf Angriff, kam durch einen Kopfballtreffer noch zum Anschlusstor und drückte die nur noch verteidigenden Gastgeber in die eigene Hälfte. Der Ausgleich vermochte nicht mehr zu folgen in einem Spiel, das regulär hätte länger nachgespielt werden müssen (Wechselarien und Zeispiel lähmten den Spielfluss erheblich). Dennoch muss konstatiert werden, dass der Heimsieg insofern gerechtfertig ist, als dass der Aufsteiger engagierter spielte und die Punkte offenbar mehr "wollte". Es wird spannend sein, welchen Weg Raisdorf nach der jetzt eingeschlagenen Serie geht. Wenngleich es spielerisch sicher nicht mit den drei Topteams mithalten kann, muss doch festgestellt werden, dass das Umfeld dem Kaköhls gewachsen scheint. Die entfachte Euphorie ist sicher ein Faktor, der den kleineren Raisdorfer Verein zum Aufstiegsanwärter macht.
Die Marina dagegen ist weit entfernt, Ansprüche zu erheben. Was vor allem deshalb ärgerlich ist, weil sie auswärts mit der Ausnahme Kirchbarkau immer die spielerisch stärkere Mannschaft war. Zumindest einen Trost gibt es: Kommende Woche erwartet und der TSV Stein zum Derby - und das ist bei 300m Luftlinie sicher nut halb auswärts.
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